Dear Mom



Liebe Oma

 

am Morgen, wenn die Sonne lacht, man aus seinen Träumen erwacht,

dann ist die Realität wieder da, man stellt fest, das alles nur ein Traum war.

Die Realität holt mich so oft ein und irgendwie fühle ich mich dann oft einsam und allein.

Manchmal denke ich, mein Leben

dreht sich in einem Kreis, in dem ich weder vor noch zurück weiß.


Alles erscheint mir dann so schwer und oft denke ich, ich pack es nicht mehr.


In meinem Leben lief nicht immer alles richtig, 

doch Oma, 

was ist im Leben wichtig?


Worauf kommt es an? Und wie erkenne ich es dann?


Ich versuche für meine Jungs zu leben, versuche wirklich, mein Bestes zu geben.


Doch,

 das alles allein ist nicht leicht,

obwohl ich denke, ich habe schon ne Menge für mich und die Jungs erreicht.


Ein neues Leben habe ich uns aufgebaut, 

habe Hoffnung gehabt und mir selbst vertraut.


Bin von vorn angefangen, 

doch war stets in der Vergangenheit gefangen.


Das Schicksal hat es in den letzten Jahren nicht so gut mit mir gemeint,

 ich habe viele Tränen in den letzten Jahren geweint.


Konnte und wollte das einst geschehene nicht sehen und verstehen,

so verlernte und vergas ich in die ZUKUNFT ZU SEHEN.


Bin in eine Ehe gerannt und habe erst viel zu spät erkannt,

dass ich in jener Ehe sehr unglücklich bin, ich sah in ihr keinen Sinn.


Harmonie und Liebe habe ich in ihr nicht gefunde

nein, ich fand im Herzen tiefe Wunden.

Therapien halfen mir dann, mich zu stellen gegen jenen Mann.

Und irgendwann hatte ich es geschafft, 

ich hatte ihn, jenen Mann verlassen,

aus alleiniger  Kraft.


Ich habe meine Kinder mitgenommen, 

sie sollten ein neues Leben mit mir bekommen.

Doch, ich konnte ihnen kein besseres Leben geben,

zu viel geschah in unserem Leben.


Ich gab im letzten Jahr auf, fand nicht mehr aus meiner Traurigkeit heraus.

Ich hatte keine Kraft mehr, den Dingen entgegenzugehen,

 konnte nicht mehr in eine Zukunft sehen.


Dann hatte ich mich verliebt, ich hatte dir erzählt,

das es da jenen Mann gibt.

Meine große Liebe hatte ich gefunden, doch er hat sich nicht mit mir gebunden.

Eine Begründung tat er mir geben

„Sorry, wir leben zwei gegenteilige Leben“


Wie ein Schlag ins Gesicht war jene Aussage von ihm für mich.

Sie tat mir so weh in meinem Herzen, 

sie tat so fürchterlich schmerzen.


Ich lag nicht in der Norm der Gesellschaftsschicht und

das sagte man mir etwas verschlüsselt, 

ins Gesicht.

Ich fühlte mich auf einmal so klein, wollte nur noch für mich sein allein.

Ich hatte auf nichts eine Hoffnung mehr, 

mein Selbstmitleid quälte mich zu sehr.

Doch dann bin ich irgendwann erwacht und habe mir gedacht,

 noch einmal wird es mir nicht passieren, 

das ich eine Liebe werde verlieren.

Ich fing wieder zu arbeiten an, 

konnte einen Großteil meiner Schulden bezahlen dann.


Mein Leben ging langsam wieder bergauf, 

ich konnte finanzieren für mich und die Jungs,

unser zu Haus.


Zum Anfang fiel mir der Schichtdienst leicht, 

denn ich merkte schnell,

 dass ich ne Menge durch ihn hatte erreicht.


Finanziell hatte ich dazu gewonnen,

 doch etwas anderes wurde mir genommen.


Den Bezug zu meinen Kindern schien ich zu verlieren.

Sie schienen innerlich zu erfrieren.


Sie schienen nicht zu verstehen,

warum sie Mutti meist ab genervt oder kaum sehen.