Der Weg zu mir selbst



Der Weg zu mir selbst

 

Immer war jemand da, 

der es besser versteht, 

stehts sagte man mir, 

wo es lang geht.

Keiner nahm Rücksicht, 

auf das was ich will,

 stets hieß es 

„das kannst Du nicht“, 

sei still.

Stets wurde ich ermahnt, 

mach dies, mach das,

 manchmal überkam mich fast Hass.

Ich tanzte zu Klängen, 

die mir nicht gefielen, 

man spielte mit mir und auf meinen Gefühlen.

Versuchte ich mal aufzumucken, 

bekam ich die Quittung und musste mich ducken.

Ich wollte was sagen, 

man nahm mir das Wort. 

So ging es mit vielen, 

deshalb schlich ich mich fort.

Ich zog mich zurück, 

ich wurde stumm, 

manchmal glaubte ich selbst, 

ich bin dumm.

Heute frage ich mich, 

warum gab ich stets nach, 

eigentlich bin ich nicht so verletzlich und brach.

Ich habe immer gern geschrieben und ich war darin auch ganz gut,

 doch um etwas zu veröffentlichen, 

dazu fehlte mir stets der Mut.

Oft fühlte ich mich müde und ausgebrannt, 

das konnte doch nicht mein Leben sein, 

sagte mir mein Verstand.

Momentan fehlt mir der Antrieb,

 fehlt mir die Kraft, 

ich möchte mich fallen lassen, 

ich fühle mich geschafft.

Ich kann nicht mehr mit dem Strom schwimmen,

 ich lasse mich treiben. 

Ich möchte so gern gehen und muss doch bleiben.

Ist das der Sinn von meinem Leben? 

Werde ich kämpfen oder aufgeben?

Man hat mich gedemütigt, 

benutzt und betrogen aber nicht gebrochen, 

nur extrem verbogen.

Vielleicht schaffe ich es, 

eines Tages zu sagen,

 “ich will“. 

Laut zu schreien und nicht mehr zu sein leise und still.

Ich will nicht mehr der Clowns sein,

 der lacht, wenn er weint.

 Ich möchte frei atmen,

 auch wenn die Sonne nicht scheint.

Ich möchte wieder fühlen, 

“das Leben ist schön“, 

ich möchte mit erhobenen Hauptes durchs Leben gehen.